IT-Sicherheit auf Reisen – Technische Sicherheitsmaßnahmen

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In unserem letzten Beitrag „Mobile Geräte und Risiken auf Reisen“ sind wir auf die häufigsten Bedrohungen und Risiken auf Reisen wie beispielsweise Datenverlust, gehackte bzw. gestohlene Accounts und daraufhin auch Identitätsdiebstahl oder die Infizierung mit Schadsoftware und eine damit verknüpfte Kompromittierung eines mobilen Gerätes eingegangen. Heute möchten wir Ihnen ein paar technische Sicherheitsmaßnahmen, welche Ihnen auf Reisen dabei helfen, Ihre Daten zu schützen und den Missbrauch Ihres Geräts zu erschweren vorstellen: 

Einstellen des Passwortschutzes
Aktivieren Sie die Schutzfunktionen der Geräte und legen Sie sichere Passwörter für Apps und die Geräte für den Zugriffsschutz fest.
Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
Die Einrichtung von Zwei-Faktor-Authentifizierung auch im Reiseumfeld von besonderer Bedeutung, um Zugänge zu geschützten Plattformen oder Services in geeigneter Form abzusichern. Es eignen sich unteranderem TAN/OTP-Systeme als zweiter Faktor nach einem Passwort: Eine TAN bzw. ein OTP ist ein Einmalkennwort, das als zweiter Faktor übermittelt werden kann oder Biometrische Systeme: Bei biometrischen Systemen wird das Vorhandensein eines zuvor erfassten einzigartigen körperlichen Merkmals überprüft wie Fingerabdruck, Gesicht, Retina.
Deaktivieren drahtloser Schnittstellen
Stellen Sie insbesondere kabellose Kommunikationsverbindungen (z.B.: Bluetooth, NFC, WLAN) nur her, wenn dies unausweichlich ist und selbst dann auch nur zu vertrauenswürdigen Geräten. Achten Sie darauf, dass Ihr Gerät so eingestellt ist, dass es nicht „erkennbar“ bzw. „unsichtbar“ ist. Schnittstellen, die gerade nicht in Verwendung sind, sollten deaktiviert werden.
Deaktivierung der Automatisch verbinden Funktion
Schalten Sie die Auto-Connect-Funktionen Ihres Geräts aus, damit keine unabsichtliche Verbindung mit einem gefälschten WLAN-Netzwerk aufgebaut wird.
Daten auf Speichermedium speichern
Speichern Sie ihre Daten (z.B.: kurz vor der Abreise) auf einem Speichermedium ab (z. B. einer externen Festplatte) und hinterlegen diese an einem sicheren Ort. Auch auf Reisen ist eine Sicherung der Daten (z.B.: Familienfotos) eine mögliche Option, um Datenverlust zu vermeiden. Auf Reisen sind Sicherungen mittels verschlüsselter Verbindungen zu abgesicherten Cloud-Umgebungen durchführbar.
Durchführen von Software-Aktualisierungen
Achten Sie darauf, dass die eingesetzte Software (z.B.: App, Betriebssystem) auf dem aktuellsten Stand ist. Führen Sie Updates nur in zuverlässigen Netzwerken durch (vorzugsweise vor der Abreise zuhause).
Installation von Anti-Virus-Programmen
Verwenden Sie ein Anti-Virus-Programm auf Ihrem Gerät.
Inaktivitätszeitfenster klein halten
Aktivitätssperren erlauben mobile Gerät nach kurzer Inaktivität zu sperren (z.B.: 30 Sekunden). Wodurch eine erneute Eingabe von PIN oder Passwort vor der Verwendung notwendig ist.
Sicherer Umgang mit WLAN-Hotspots
Vermeiden Sie Verbindungen mit unbekannten oder ungesicherten Netzwerken bzw. WLAN-Hotspots.
USB-Port deaktivieren
Bei Notebooks und anderen Geräten mit USB-Schnittstelle sollten Sie diesen Port vor Antritt der Reise deaktivieren, um Angriffe über diese Schnittstelle zu vermeiden.
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Neben den oben genannten technischen Schutzfunktionen, die zum Schutz der Datensicherheit sowie zur Wahrung der Privatsphäre existieren gibt es allerdings auch noch organisatorische Sicherheitsmaßnahmen, auf die wir in unserem nächsten Beitrag näher eingehen werden.